Advaita & Aufstellung: Die Lehre & unser Begleiten in die Erfahrung der Nondualität

Laut Advaita gibt es nichts außer Bewusstsein. Alle und alles entstammt der Einen Präsenz. Unsere Wurzeln liegen in dieser Ganzheit.

Der Leopard symbolisiert pure Präsenz. Durch seine Augen schaut die Ewigkeit. Wir alle sind jetzt und immer im Raum der Ewigkeit. Advaita beschreibt diese Ewigkeit. Advaita weist auf das ewige Eine hin. Advaita-Lehrer vertreten die stille Präsenz.

Die Familie, in die wir hineingeboren werden, ist nur das konditionierende Energiefeld auf Erden: In Reaktion auf das, was wir im familiären Feld erleben, ziehen wir emotional und intellektuell spezifische Rückschlüsse und meinen dann, dieses uns vereinzelnde Fühlen und Denken zu sein. Und in aller Regel verbleiben wir in den entwickelten Fühl- und Denkkonzepten, bis uns der Tod ereilt und wir in das ursprüngliche reine Bewusstsein zurückkehren. Advaita beschreibt dieses Eine reiche Sein als die Nondualität.

Auf tiefster Ebene spürt jeder die Wahrheit, ungetrennt vom ewigen Einen zu sein, weil wir diese Wahrheit sind. Und müssen wir in ihrer Verdunkelung leben, so tut das weh. Die Ablösung von unseren Konzepten kann in aller Regel aber nur schrittweise geschehen.

Wieder ganz zu werden braucht seine Zeit. Die in uns gespeicherten frühen Erlebnisinhalte ziehen uns immer wieder in unser gewohntes Funktionieren zurück, selbst wenn wir den großen Raum der Ewigkeit, in den unsere persönlichen Fühl- und Denkräume eingebettet sind, schon temporär erfahren sollten.



Was uns in die Selbstentfremdung führte, muss wahr sein dürfen. Wenn wir unser Kindsein mit der gefühlten Notwendigkeit, ein uns beschirmendes Fühl- und Denksystem in uns zu installieren, lückenlos schauen und uns in klarblickender Selbstakzeptanz in die Arme schließen, taucht das auf, was wir waren, bevor wir dieses System ausbilden mussten.


Wirst du dir deiner selbst gewahr, kannst du anstelle der familiären Dunstglocke deine Verwurzelung im grenzenlosen Einen Bewusstsein spüren.

Das Erleben "Da bin ich: groß und schön" setzt unserer strikten Ausrichtung auf die Notbegrenzungs- und Zurechtkommensmaßnahmen ein Ende. Aus dem verschlossenen Personsein erwachen wir in ein offeneres Personsein. Diese aufklarende Bewusstheit besitzt nun aber soviel Kraft, dass sie uns darüber hinauszutragen vermag in das von jedem Personseinsempfinden befreite Ich; in unser wahres Ich; in das nominose Eine.

Maya, die Welt der Täuschung, ist so vielschichtig wie die in der Kindheit empfangenen Botschaften. Keine der Personseinswelten gleicht der anderen.

In unserer spirituellen Aufstellungsarbeit können wir die uns bindenden Energien aufspüren, um den Weg in das Erfahren von Einssein zu bereiten. Der Urgrund, der die Energie für das facettenreiche Spiel auf der familiären Beziehungsbühne liefert, ist trotz und dank der Körperlichkeit erfahrbar.

Nur wer in das nonduale Sein zurückfindet, was vor der Zeit seines spezifischen Rollenspiels geschah, kann wirklich frei sein.